Qualifizierte Botaniker führen auf dieser einzigartigen Rundreise durch Brasiliens wichtigste Ökosysteme

Botanische Entdeckungen in Brasiliens Nationalparks und in Amazonien

Neoregelia Bromelie

Neoregelia Bromelie

Tag 1-6

Reiseablauf

 

1. Tag, Donnerstag

Über São Paulo nach Foz do Iguaçu, auf die brasilianische Seite der Fälle

Die Iguassu-Wasserfälle Ankunft in São Paulo und Anschlussflug nach Foz do Iguaçu, zu den größten Wasserfällen der Welt. Transfer vom Flughafen in das Hotel Tropical das Cataratas Eco Resort. Das Hotel liegt in exklusiver Lage innerhalb des Nationalparks direkt an den Wasserfällen. Es besitzt einen tropische Parkanlage mit heimischen Baum- und Pflanzenarten sowie ein großzügig angelegtes Schwimmbad. Nach einer Ruhepause besuchen Sie die brasilianische Seite der Wasserfälle die durch ihr atemberaubendes Panorama besticht. Bewundern Sie den „Teufelsrachen“ (Garganta del Diablo), wo sich 14 Fälle insgesamt 110 m mit einer solchen Gewalt in die Tiefe stürzen, dass man dort ständig von einer 30 m hohe Gischtwolke umgeben ist.

Ein schöner Weg führt durch den suptropischen Regenwald des Iguaçu Nationalparks zum Salto Floriano, von wo aus sie dann noch mit dem Aufzug zum oberen Teil der Fälle gelangen. Die üppige Vegetation mit Baumfarnen wie Cyatheaceae, Lianen und Epiphyten, sowie Podocarpus-, Aspidosperma, Cedrela-  und Philodendron-Arten, z. B. der Philodendron bipinnatifidum mit seinen riesigen Blättern, kommt zum Vorschein innerhalb des immerwährenden Gischtnebels im tiefergelegenen Teils des Parks. Abendessen im Hotel. Übernachtung.

 

Fakten

Die Iguaçu-Wasserfälle

Luftaufnahme der Wasserfälle Die Iguaçu-Fälle, Cataratas do Iguaçu im Portugiesischen, Cataratas del Iguazú im Spanischen, befinden sich an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien und sind bei der UNESCO als Weltnaturerbe eingestuft. Die Fälle sind Teil eines primären Urwald-Ökosystems, das auf beiden Seiten der Fälle durch einen argentinischen sowie einen brasilianischen Nationalpark geschützt wird.

Der Name stammt von der Bezeichnung der Guaraní-Indianer für „großes Wasser“. Der erste Europäer der die Fälle zu Gesicht bekam war der spanische Eroberer Álvarez Nuñez Cabeça de Vaca im Jahre 1541.

Die Iguaçu-Wasserfälle ergießen sich in 275 Kaskaden auf einer länge von ca. 3 km hufeisenförmig in den Iguassu-Fluss und sind damit höher als die Niagara- und breiter als die Viktoriafälle. Sie entstanden, als vulkanische Aktivität einen Riss in der Erdkruste hervorrief.

All diese Fakten sagen jedoch nichts über die Gewaltigkeit der Fälle, die unglaublichen herabstürzenden Wassermassen (durchschnittlich 1.700 m³/s), ihre tropische Lage und ihre einzigartige Schönheit aus, die Eleanor Roosevelt zu dem Auspruch armes Niagara bewegt haben soll. Die Iguassufälle, die dreimal so breit sind wie die Niagarafälle, werden durch zahlreichen Inseln in unzählige einzelne Wasserfälle unterteilt. Während der Regenzeit zwischen November und März stürzen gar bis zu 12.750 m³ pro Sekunde die im einzelnen bis zu 75 m hohen Wasserfälle hinunter.

 

2. Tag, Freitag

Wasserfälle und Nationalpark auf argentinischer Seite

Araucaria-angustifolia-Wald Den gesamten heutigen Tag verbringen Sie auf der argentinischen Seite, auf der sich zwei Drittel der Fälle befinden. Dort überqueren Sie auf Stegen die Wassermassen die sich durch den Teufelsrachen in die Tiefe stürzen. Sollten Regenmäntel benötigt werden, werden diese gestellt. Auf dem Sendero Macuco und den Circuito Yacaratia botanisieren Sie im gut erhaltenen feucht-suptropischen Laubwald des Iguazú-Nationalpark. Assai-Palmen Euterpe edulis, aus denen die leckeren Palmherzen gewonnen werden, den Matestrauch Ilex paraguaiensis, wilde Kokosnusspalmen Cocos romanzoffiana, Imbuya oder brasilianische Walnuss Phoebe porosa und Ficus monckii sind nur einige der Arten die man dort findet.

Rückkehr ins Hotel am späten Nachmittag. Gönnen Sie sich ein erfrischendes Bad im großen Pool des Hotels. Auch bleibt noch ausreichend Zeit den Parque das Aves, einen riesigen Freiluft-Vogelpark, zu besuchen, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hotel befindet und der exotische Vögel aus aller Herren Länder beherbergt.

Für den Abend empfehlen wir den Besuch einer folkloristischen Darbietung des paraguaianischen, argentinischen und brasilianischen Grenzgebietes mit Musik und Tanz in farbenfrohen Ambiente. Ansonsten Abendessen im Hotel und Übernachtung.

 

3. Tag, Samstag

Von Foz do Iguaçu nach Curitiba, Zugfahrt durch die atlantische Küstenkordilliere nach Morretes und zum Privaten Schutzgebiet Sapitanduva

Lealia purpurata Früher Check-Out und Transfer zum Flughafen. Flug von Foz do Iguaçu nach Curitiba, der Hauptstadt des Bundesstaates Paraná. Ihr Botanikführer, der deutschstämmige Dr. Gerd Hatschbach, holt Sie ab und bringt Sie zum Litorina-Bahnhof. Von hieraus führt Sie die Fahrt durch die atlantische Küstenkordilliere Serra do Mar, mit seinem primären Bergregenwald, hinunter an die Küste. Auf der 110 km Bahnstrecke aus dem Jahre 1885 werden, neben 14 Tunnel und 41 Brücken und Viadukten unzählige steile Abhänge und Wasserfälle passiert. Ankunft in Morretes, einer 1721 gegründeten Stadt mit schöner Kolonialarchitektur am Eingang zur Küstenebene. Mittagessen in einem gemütlichen Restaurant am Fluss gelegen. Probieren die örtliche Spezialität Barreado.

Nachmittags geht es in das 775.000 m²; große private Naturschutzgebiet Sapitanduva das von 4 km Wanderwegen durchzogen wird. Mehr als 95 % der einheimischen Flora, aber auch Arten anderer Regionen, die in der freien Natur teilweise schon ausgestorben sind, können begutachtet werden. Dr. Hatschbach wird Ihnen für den südlichen atlantischen Regenwald typische Arten wie Spirotheca passifloroides mit seinen Würgewurzeln und Stammdornen. Sehr fotogen, wegen seiner schönen gelben Blüten, ist der Vochsyia bifalcata. Der Cecropia glaziovii enthält Wirkstoffe die zur Krebsbehandlung verwandt werden. Aus den Palmenarten Euterpe edulis mit ihren bis zu 25 m hohen Kronen, werden aus dem Fruchtfleisch die leckeren Palmherzen gewonnen, während den Früchten der Bactris lindmaniana eine die sexuelle Potenz steigernde Wirkung zugesprochen wird. Auf einer kleinen Fläche werden seltene, teilweise vom Aussterben bedrohte und noch nicht identifizierte Arten der brasilianischen Flora wie Araceas, Orquidaceas oder Cactaceas kultiviert. Transfer zur Hafenstadt Paranaguá und einchecken ins Camboa Resort Hotel. Fangfrische Meeresfrüchte zum Abendessen gibt es im Restaurant mit dem sinnigen Namen Danubio (Donau). Übernachtung.

4. Tag, Sontag

Bucht von Paranaguá mit Honigsinsel und Superagüi Nationalpark


Frucht der Buriti mauritia Nach dem Frühstück, Bootsfahrt durch die Bucht von Paranaguá. Sie passieren die Ilha do Mel (Honigsinsel), mit dem sich Jahr für Jahr verengenden Isthmus der die Insel in zwei zu teilen droht, und fahren an Mangrovenwäldern und Inseln vorbei durch die Kanäle und Flüsse des Deltassytems zur historischen Fischersiedlung Guaraqueçaba. Check-In in ein einfaches aber sauberes Gästehaus mit Meerblick.

In Begeleitung von Dr. Hatschbach und der Parkdirektorin Frau Guadelupe Vivekanada besuchen Sie am Nachmittag den Superagüi Nationalpark und werden begeistert sein von seiner exuberanten Flora und Fauna. Sie treffen dort viele der für die Küstenebene der atlantischen Küstenkordilliere typischen Pflanzen an, zum Beispiel Galesia gorarema mit seinem penetranten Knoblauch-Geruch, der riesige Pseudopiptadenia warmingii, einem der größten Bäume des atlantischen Regenwaldes und Schizobium parahybum aus dessen Stämme die einheimischen Fischer ihre Einbäume bauen. Abendessen und Übernachtung in Guaraqueçaba.

 

5. Tag, Montag

Superagüi Nationalpark und Guaraqueçaba Bucht

Heute steht Ihnen der ganze Tag für botanische Entdeckungen in der Region des Superagüi zur Verfügung. Er ist der 3. Meeresnationalpark, mit 21.000 ha einzigartiger suptropischer Wald-, Lagunen und Meeresinselvegetation. Die Inseln beheimaten unteranderem auch die bedrohte Prachtamazone (Amazona pretrei). Der Superagüi Nationalpark wurde durch ein Dekret vom 25. April 1989 gegründet und ist seit 1993 von der UNESCO als Biossphärenreservat anerkannt. Übernachtung in Guaraqueçaba.

 

6. Tag, Dienstag

Von Guaraqueçaba über Paranaguá nach Curitiba

Botanischer Garten von Curitiba Frühe Abfahrt mit dem Boot nach Paranaguá, von dort geht es mit dem Auto nach Curitiba. Check-In im viersterne Sharaton Hotel. Nach dem Mittagessen unternehmen Sie eine Sightseeingtour durch die europäisch anmutende Stadt, mit dem Besuch des futuristischen Oscar-Niemeyer-Musuem und des hochinteressanten botanischen Museum, dem Dr. Hatschbach als Forschungsleiter vorsteht und das eine Sammlung und Taxonomie von 320.000 Pflanzen vorweisen kann. Das Museum ist eine nationale Referenz. Im angeschlossenen botanischen Garten können Sie unteranderem eine mehr als 200-jährige Araucaria angustifolia bewundern. Übernachtung.

 

Preise und Reisedetails

Botanische Entdeckungen in Brasiliens Nationalparks und in Amazonien
Dauer
24 Tage / 23 Nächte
Gruppengröße
mindestens 4, maximal 8 Teilnehmer 
Reisetermine
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Preise
auf Anfrage

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